FÜR DIE STIMMUNG

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John Donne

Vergibst Du Sünde,
die mit mir begann,
wenn auch manch anderer
sie beging vorher?
Vergibst Du Sünde,
die ich dann ersann
und noch ersinn,
selbst wenn ich mich bekehr?
Vergebens, Herr,
vergibst Du dann,
denn ich tu mehr...

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2008.11.18, 08:26 und

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REGEN UND MEER

J11.8

Grippe mit sonstigen Manifestationen, den Tag hab ich fast ausnahmslos liegend verbracht, dabei hab ich nichtmal Temperatur, dafür ein Arzt der mich auch ohne Reden versteht. Vor lauter Rumliegen auf dem Sofa hab ich vergessen den Junior von der Schule abzuholen. Ja ich bin wirklich krank.






NIE NIE WIEDER

Alle paar Jahre mal müssen auch meine Haare geschnitten werden. Meistens mach ich das selbst (aus gutem Grund) aber hin und wieder wage ich mich dann doch in ein Frisiersalonfachgeschäft. Ich bin extra früh hin, damit ich nicht solange warten muss, das Gespräch kommt sofort auf den aktuellen österreichischen Inzestfall. Ich beteilige mich gezielt sparsam bis nicht an der Unterhaltung, was die Frisöse* jedoch nicht davon abhält, sich einfach nur um meine Haare zu kümmern. Ich bleibe weiterhin schweigsam und höre mir nun auch noch an, dass sie als Kind geschlagen worden sei. Dabei schnibbelt sie unkontrolliert an meinen Haaren rum. Für einfach aufstehen und gehen ist grade nicht der richtige Zeitpunkt, also bleib ich. Beim Fönen kommt dann doch leichte Hoffnung auf, sieht irgendwie wild aus. Das war dann aber auch alles. Klar habe ich gesagt etwas kürzer und stufig habe ich auch gesagt, aber man, das ist doch eine Frau, eine von der man annehmen darf, dass sie weiß was sie da macht, die muss doch wissen was ich meine auch wenn ich es nicht so konkret sagen kann. Ich sehe aus wie meine Mutter, wie meine Oma, wie ein Irgendwas mit Hausfrauenfrisur, auf jeden Fall sehe ich jetzt so alt aus wie ich bin. Dafür kan ich mir ja jetzt so Zöpfchen machen oder rosa Girliespnagen ins Haar klipsen. Toll...
Nein, ich gehe nie wieder freiwillig zu so einem Haarschneidesadisten. Meine schlauen Freundinnen (die übrigens auch permanent unzufrieden vom Frisör kommen) würden jetzt sagen, ich hab den Richtigen einfach noch nicht gefunden. Doch hab ich. Aber der ist leider oder Gott sei's gedankt kein Frisör.

*steht in meinem neuen Synonymwörterbuch anders, ist mir aber schnurzpiepe grade ;)






SO TAGE

Es gibt so Tage... da kann man einfach nicht bloggen und weiß nicht warum, weil die Stimmung fehlt, einem nichts einfällt, oder weil eben einfach nichts passiert ist, weil man völlig grundlos miese Laune hat oder es ununterbrochen regnet...
oder aber man weiß ziemlich genau warum, aber dieses Warum ist viel zu mächtig, als dass man es bloggen könnte...






ICH LEIDE

... ganz eindeutig unter einer Bloggade
Und ich leide wirklich. Schlimm sowas.






IM NOVEMBER WERD ICH GEHN

Manchmal machen lange einsame Autofahrten mich depressiv. Vor allem an Weihnachten, wenn im Radio nur Gefühlsdusel spielt, und nach zweimal Juli auch mir klar wird, dass der November vorrüber ist.






WARUM ?

laufen manche Dinge einfach immer gegen die Wand...






NICHT HEUTE

Der Tag begegnet mir motivationslos. Allerdings gestaltet er seine Wetterlage sehr entsprechend meiner undefinierten Stimmung, was mir wiederum entgegen kommt. Der arbeitstechnische Anspruch an meine Person hielt sich äußerst gering, so frage ich mich, ob heute noch irgendwelche Aktivitäten zu erwarten sind.






WENN DU LACHST

Kalter Wind in meinem Herzen
Kalter Wind in meinem Haar
Kälter als hier unten wirds nicht mehr
Und niemals wirds so werden wie es war






OH MAN

Ich wusste ja, dass es schlimm ist. Aber nein, es ist schlimmer als ich dachte.






NEIN, ICH BIN NICHT ABERGLÄUBISCH

Weitere 500 Kilometer später fühle ich mich irgendwie zwischen allen Stühlen. Ein richtiges "Zu-Hause-Gefühl" zu entwickeln, war mir bei den einzelnen auch nur angerissenen Stunden, die ich in meiner komischerweise viel zu aufgeräumten Wohnung verbracht habe, nicht möglich. Hier schon gar nicht. Wie auch, bin ja grad erst zur Tür herein. Die kurze Zeit zu Hause genutzt um Klamotten auszupacken und neue wieder einzupacken, meine Internetsucht zu befriedigen und natürlich kurz zu telefonieren, was mir allerdings eher Vorwürfe und Kritik einbrachte. Dazu noch Informationen die mich freuen und gleichzeitig auch nicht. Die darauf folgende Melancholie findet ihren vorläufigen Höhepunkt auf dem Weg nach Bielefeld, lässt sich allerdings durch eine relativ vielschichtige Kommunikation mit relativ vielen Personen, die ich einfach mal als Stimmungsaufheller benutze, in relativ geringer Zeit aufhalten (ein sehr rothaariges junges Mädchen mit einer sehr lädierten Marktkauftüte, einen nicht mehr ganz so jungen Herren, der sich mir als "Stefan" vorstellt, einen Typen der scheinbar mit Druckern dealt, mich nach "L’amour" fragt und mich ganz kurz an dem lange nicht erlebten Vorglühloungeduft schnuppern lässt, ein enorm erfreuliches Telefonat mit meiner Mama, 2-3 nette SMS). Doch die vor mir liegende Fahrtzeit von geschätzen 4 Stunden eignet sich hervorrragend zum Grübeln, Nachdenken, und wieder Grübeln, zur selbstkritischen Betrachtung allermöglichen Aspekte usw usf... und darum lässt auch die Melancholie nicht lang auf sich warten und kehrt mit geballter Kraft zurück. Kurzzeitig vergesse ich sogar die Temperaturanzeige im Auge zu behalten (ist mir seit 6 Jahren nicht mehr passiert). Nun, die Nadel hat den roten Bereich deutlich überschritten und so sehe ich mich zur Schleichfahrt auf der rechten Spur gezwungen, wenigstens bis die Temperatur wieder unter 100 ist. Die trübe Stimmung bleibt, genauso wie die Frage nach meinen Fehlern, meiner Inkonsequenz und der augenscheinlichen Unfähigkeit aus der Vergangenheit zu lernen. Die Parallelen finden ihren Schnittpunkt, doch schneiden sie nicht nur sich sondern auch mich. Erneuter Höhepunkt. Trommelwirbel. Eine SMS. Noch keiner hat mir versprochen, die Sterne vom Himmel zu holen, darum ist es heute auch gleich der Mond. Viel schlimmer noch als dieser Umstand ist das "Für Dich". Ich schiele vorsichtig rauf, zum Mond, und bin fast erstaunt, doch auch beruhigt ihn dort zu sehen, genau da wo er hingehört. Und ich schaue noch mal hin. Slowmotion. Der Groschen fällt. Langsam, der Mond grinst mich an, voll und rund, so als ob nichts wäre. Vollmond hat mich bislang selten gestört, heute tut er es. Der ertappte Übeltäter hüllt sich kurz in zarte Schleierwolken und ich habe fast das Gefühl er schämt sich dafür, mir deratig die Laune zu verderben.







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